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Liga-Süd-West TSV 1846 Nürnberg – Eintracht Frankfurt Solider Schlagabtausch in Mittelfranken 26:14 Nürnberg nun auf Platz fünf (21.11.10) |
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Bei für ein Rugby-Spiel guten Wetterbedingungen
trafen am Samstag Nürnberg und Frankfurt zum letzten Spiel der Hinrunde der
dritten Liga in Franken aufeinander. Der Nürnberger Trainer Peter Smutna setzte von
Beginn auf eine junge Mannschaft, um den jungen Spielern mehr Verantwortung im
Team zuzuweisen. Ob sich die Mannschaft für das Vertrauen revanchierte,
sollten die nächsten 80 Minuten zeigen. Frankfurt eröffnete das Spiel und setzte Nürnberg
in den ersten 5 Minuten gleich ordentlich unter Druck. Anders als in einigen vorangegangenen
Spielen war Nürnberg jedoch von Beginn an hellwach und konnte die Angriffe
der Frankfurter durch gute Verteidigung abwehren. Mit einem schönen Kick zum
Line-Out verschafften sich die Nürnberger zunächst Luft. Nürnberg drängte jetzt die Frankfurter in ihrer
Hälfte zusammen und näherte sich vielversprechend der Mallinie. Der
anhaltende Druck der Franken wurde belohnt und die Nr. 9 Kevin Barry konnte
durch einen wie immer sehenswerten Hasenlauf durch die Reihen der Frankfurter
ins Malfeld eintauchen. Mit der gelungenen Erhöhung durch Kleindiek
Spielstand 7:0 für Nürnberg - das hatte so wohl niemand erwartet. Nürnberg machte weiter Druck und hätte in dieser
Phase des Spiels das gute Hintermannschaftsspiel
bis in die letzte Konsequenz umsetzen müssen. Ein für Nürnberg gegebener
Straftritt konnte durch Kleindiek nicht gesetzt
werden, die 3 Punkte wären sicher gut für die Selbstsicherheit gewesen. Frankfurt drehte jetzt mehr auf und versuchte vor
allem durch starkes Phasenspiel mit dem Sturm Raum zu gewinnen. Nach einem
Lin-Out in der Franken-22 bauten die Hessen ein sehenswertes Paket auf.
Nürnberg konnte nicht dagegen halten und kassierte einen Penalty, der von
Frankfurt aber nicht gesetzt werden konnte. Der anhaltende Druck der
Frankfurter machte sich dann in der 25 min durch einen Versuch nach schönem Hintermannschaftsspiel bezahlt, Nürnberg teilte dabei
noch einige Gastgeschenke in Form von halbherzigen Tackles
aus. Mit der geglückten Erhöhung stand es 7:7. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte sich auch die
Nervosität der Mannschaften, die sich in einigen vorweihnachtlichen
Nettigkeiten äußerte. In der 30 min musste die Nr. 6 Andre Kirchberger mit Nasenbruch
ausgewechselt werden. Gegebene Penalties konnten
von beiden Mannschaften nicht in Punkte umgemünzt werden, beide Kicker hatten
wohl einen eher schlechten Tag erwischt. Kurz vor Halbzeit wurde ein
Nürnberger wegen Meckerns 10 min vom Platz gestellt. Frankfurt baute nochmal Druck gegen die zunehmend
unsicheren Nürnberger auf und im Ergebnis eines starken Mauls aus einer Gasse
heraus erhöhten die Frankfurter mit dem Halbzeitpfiff auf 14:7. In der Halbzeit sprachen Trainer Smutna und der
gut aufgelegte Kapitän Oliver Diller den Nürnbergern Mut zu und forderten die
Rückbesinnung auf Disziplin und die
Stärken der Mannschaft. Das bis dahin offene Spiel konnte immer noch zu
Gunsten der Franken gedreht werden. Die zweite Halbzeit begann wieder mit starken
Frankfurtern, die wiederum auf eine sehr aggressive Verteidigung der
Nürnberger aufliefen. Das Spiel ging
jetzt hin und her, in der 55. Minute
konnte Nürnberg nach einem weiten Kick in die Frankfurter Hälfte den Ball
unter Kontrolle bringen und Kleindiek legte den
ersehnten Versuch, die Erhöhung gelang, wieder Ausgleich. 5 Minuten später geht Nürnberg gegen die nun auch
zeitweilig in Unterzahl spielenden Frankfurter nach schönem Hintermannschaftsspiel durch die Nr. 15 Seth Robson in
Führung, 19:14. Beide Mannschaften wirkten jetzt etwas müde, wussten
aber, dass hier noch nichts entschieden ist. Frankfurt musste jetzt kommen
und drückte die Nürnberger nach Unsicherheiten im Stellungsspiel der
Hintermannschaft in den 5m-Raum der Franken. Da brannte es schon lichterloh,
aber die Hausherren kämpften verbissen und gewannen Raum zurück. Frankfurt
resignierte hier schon merklich. Kurz vor Schluss dann die Entscheidung, die
Nr. 12 Henning Wolfram wird schön mit einem Pass bedient und kann ins Malfeld
einlaufen. Die Erhöhung gelingt und dann war auch schon Schluss in
Erlenstegen, Endstand 26:14 für Nürnberg. Bei den Zuschauern herrschte Einigkeit, ein sehr
attraktives und spannendes Spiel gesehen zu haben. Bleibt zu hoffen, dass die
Zuschauer beim Auftakt zur Rückrunde nächstes Wochenende in Frankfurt ein
ähnliches Fazit ziehen. Stefan Zeitz (TSV 1846 Nürnberg) |
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