3. Liga-Süd-West – Berichte Sa 09.04.2011

Die Favoriten setzten sich durch

Düsseldorf, Heidelberg und Mainz holten deutliche Ergebnisse

(09.04.2011)

In der Endphase der 1. Saison werden die Leistungsunterschiede immer deutlicher. Jetzt zeigt sich wer in der Winterpause zulegen konnte und/oder einen langen Atem hat. Düsseldorf machte in Offenbach 106 Punkte, Heidelberg gegen Nürnberg 71 Punkte und Mainz in Bonn 59 Punkte, damit setzten sich die Favoriten klar durch. Eintracht Frankfurt konnte in Trier „nur“ Sieg mit 2 Punkten unterschied erkämpfen. Immerhin: gewonnen ist gewonnen.

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass die unterlegenen Teams in Offenbach, Trier und Bonn die Winterpause verschlafen haben. Auch in diesen Vereinen wurde kräftig gearbeitet und Substanz aufgebaut.

Der Heidelberger TV steuert zielstrebig auf die Meisterschaft zu und damit den Aufstieg in die 2. Bundesliga an. Respekt an Trainer, Verantwortliche und Mannschaft.

FSV Trier-Tarforst - Eintracht Frankfurt (12:17)

Der FSV Trier-Tarforst zeigt weiterhin eine gute steigende Form. Gegen den Tabellensechsten Eintracht Frankfurt, die letztes Wochenende den Tabellenzweiten RC Aachen besiegten, konnten sich die Trier ein knappes 12:17 erkämpfen. Zwar verloren – aber immerhin den Bonuspunkt für ein knappes Ergebnis erzielt.

Die Frankfurter holten sich nur die vier Bonuspunkte für den Sieg und verpatzten den Bonus für vier Versuche. Damit bleiben sie weiterhin hinter dem Tabellenfünften aus Nürnberg.

BSC Offenbach - TuS 95 Düsseldorf (12:106)

Tabellenschlusslicht BSC 1899 Offenbach ging gegen die Düsseldorfer Drachen mit wehenden Fahnen unter. Trotz der überdeutlichen Überlegenheit der Gäste erzielten die hessischen Gastgeber 12 Ehrenpunkte. Damit zeigten sie wohl auf, dass sie auch punktgefährlich sein können, doch leider ist die Personaldecke äußerst dünn und darunter leidet natürlich die Leistung im Spiel. Der Halbzeitstand von 5:25 spricht da für die grundsätzliche Leistungsfähigkeit der Gastgeber. Der Einbruch kam nach dem Ausfall von zwei weiteren Spielern wegen Verletzungen.

Die Düsseldorfer bleiben mit diesem großartigen Erfolg der Führungstroika weiterhin dicht auf den Fersen und könnten unter Umständen noch beim Kampf um den 2. Platz ein Wörtchen mitreden.

RC Bonn-Rhein-Sieg - RC Mainz (05:59)

Der Tabellendritte RC Mainz wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Mit einem klaren 05:59 Sieg bezwangen sie die Gastgeber vom RC Bonn-Rhein-Sieg. Da Mitkonkurrent RC Aachen pausierte, konnten die Mainzer diesen vom zweiten Platz verdrängen. Die Bonner müssen weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz ausharren.

Heidelberger TV - TSV 1846 Nürnberg (71:0)

Im Hinspiel konnten die Nürnberger gegen den Heidelberger TV noch eine respektable 19:46 Niederlage erkämpfen. Heute kamen sie bei einem ausgezeichnet aufgestellten Heidelberger TV klar mit 71:0 (25:0) unter die Räder.

Dies, obwohl die Franken bis zur letzten Minute aufopferungsvoll kämpften. Ihre Angriffe wurden von den Gastgebern frühzeitig gebremst. Die Heidelberger Verteidigung stand wie eine Mauer. Die Nürnberger kamen nur sehr selten in die Nähe der gegnerischen Mallinie. Zu oft wurden die Bälle überhastet verloren und gereichten den Heidelbergern weitere Chancen für ihr schnelles Angriffspiel.

Erfreulich ist, dass auf der Nürnberger Seite sehr viele junge und talentierte Spieler zum Einsatz kamen. Weiterhin wurde von beiden Seiten betont, dass das Spielergebnis den Spielverlauf nicht ganz genau wiederspiegelt. Die Nürnberger hatten mehr Spielanteile als das Ergebnis erahnen lässt, es wurden alleine mehrere günstige Straftritte versiebt.

Der Heidelberger TV ist damit am viertletzten Spieltag dem Meistertitel und dem Aufstieg zur 2. Bundesliga Süd-West ein klares Stück näher gekommen.

Spielfrei: RC Aachen

Klaus-Uwe Gottschlich (3.LSW)